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Stand der Technik: Die luftdichte Gebäudehülle

Sowohl für Neubauten als auch für Baumaßnahmen im Bestand ist die luftdichte Gebäudehülle eine wichtige Voraussetzung für die Realisation moderner Energiekonzepte und ein wesentlicher Aspekt der Qualitätssicherung. Sind Undichtigkeiten in der Gebäudehülle vorhanden, erhöhen sich die Lüftungswärmeverluste. Werden Lüftungsanlagen im Gebäude installiert, ist die luftdichte Gebäudehülle für die einwandfreie Funktion der Anlagen erforderlich, denn Fehlströmungen im Gebäude verhindern die optimale Nutzung der Wärmerückgewinnung und Versorgung mit Zu- und Abluft. Bauschäden durch Feuchteeintrag in die Baukonstruktion können vermieden werden. Auch bei der Sanierung von Bestands-gebäuden kann die luftdichte Ebene realsiert werden, um einen modernen Energiestandard oder sogar Passivhausstandard zu erreichen.


BlowerDoor MiniFan System

Messbereich von 5 - 2.300 m³/h



BlowerDoor Standard System

Messbereich von 19 - 7.200 m³/h


BlowerDoor MultipleFan System

Für große Gebäude mit einer Hüllfläche von rund 7.000 bis 36.000 m² bzw. einem Gebäudevolumen von bis zu 440.000 m³

Profitieren Sie von der hochwertigen Messtechnik und Erfahrung des Marktführers

Minneapolis BlowerDoor MessSysteme sind modular aufgebaut. Mit einem Messbereich von 19 - 7.200 m³/h und der Kombinierbarkeit mehrerer BlowerDoor Systeme (MultipleFan) können sie universell eingesetzt werden in Passivhäusern, neuen Wohngebäuden nach EnEV und in Bestandsgebäuden, in Mehrfamilienhäusern, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden.

Mit dem Druckmessgerät DG-1000 und der im Lieferumfang enthaltenen neuen Software TECTITE Express 5.1 führen Sie die BlowerDoor Messung mit höchster Genauigkeit automatisch oder bei Bedarf auch halbautomatisch oder manuell am Laptop durch. Die Messung erfolgt nach DIN EN 13829 oder ISO 9972. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird das BlowerDoor Gebläse direkt über das digitale Druckmessgerät DG-1000 angesteuert und eine sogenannte 1-Punkt-Messung bei 50 Pascal zur Leckageortung ohne Laptop durchgeführt.


Das digitale Druckmessgerät DG-1000

Das innovative Druckmessgerät DG-1000 mit hochauflösendem Touch Screen überzeugt durch eine klare Struktur und das moderne Design. Der intelligente Mikro-Prozessor gewährleistet die Funktion eines modernen Mini-Computers: Aktuelle und kostenfreie Firmware-Updates können jederzeit vom Anwender aufgespielt und eingesetzt werden. Die Messgenauigkeit wurde nochmals verbessert und liefert verlässliche Messergebnisse bei maximaler Präzision.

Das DG-1000 verfügt über einen USB- und einen Ethernetanschluss sowie über ein integriertes WLAN-Modul. Optional kann die Ansteuerung des MessSystems per App "TEC Gauge" auf dem Tablet oder Smartphone erfolgen. Die wiederaufladbaren Akkus gewährleisten eine Betriebsdauer von mindestens 13 Stunden bei WLAN-Nutzung. Das DG-1000 ist mit allen BlowerDoor MessSystemen kompatibel und auch als Upgrade erhältlich. Das Kalibrierintervall beträgt laut Herstellerempfehlung 2 Jahre.


TECTITE Express 5.1 Software-Funktionen

  • Automatische, halbautomatische und manuelle BlowerDoor Messung nach DIN EN 13829 und ISO 9972
  • Tempomat-Funktion zur Qualitätssicherung (1-Punkt-Messung ohne Laptop)
  • Alle BlowerDoor MessSysteme sind optional mit WiFi-Link und App erhältlich
  • Darstellung der Messergebnisse für verschiedene Bezugsdrücke
  • Aufnahme des Kalibrierdatums von Druckmessgerät und Messgebläse im Prüfprotokoll
  • Selbsttätige Aufnahme und Auswertung der natürlichen Druckdifferenzen
  • Individuelle Anpassung der Messeinstellungen
  • Messergebnisse und Prüfbericht können vor Ort am Laptop dargestellt werden
  • Sicherheitsabschaltung bei Erreichen des Grenzdrucks


BlowerDoor Messung nach DIN EN 13829 und EN ISO 9972

Für die Messung wird ein BlowerDoor System in eine Außentür oder in ein Fenster des Gebäudes eingesetzt. Alle weiteren Außentüren und Fenster werden geschlossen, alle Innentüren des Gebäudes bleiben geöffnet, so dass ein Luftverbund im Gebäude entsteht. Das BlowerDoor Gebläse erzeugt einen Unterdruck. Es wird ermittelt, wie oft pro Stunde unter Prüfbedingungen die Luft im Gebäude komplett ausgetauscht wird. (Für die normgerechte Messung wird sowohl eine BlowerDoor Messung mit Unterdruck als auch eine BlowerDoor Messung mit Überdruck durchgeführt.)

Luftwechselraten geben Aufschluss über Undichtigkeiten in der Gebäudehülle, die während der BlowerDoor Messung geortet und anschließend gezielt beseitigt werden können. Das Einhalten der geforderten Luftwechselraten bedeutet jedoch nicht, dass keine unzulässig großen Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden sind. Eine zumindest stichpunktartige Leckageortung ist daher fester Bestandteil einer normgerechten BlowerDoor Messung. Werden die Leckagen im Rahmen der Qualitätssicherung rechtzeitig erkannt, können sie in der Regel mit wenig Aufwand beseitigt werden. Die Energieeffizienz des Gebäudes wird optimiert und im Prüfbericht dokumentiert.

Die BlowerDoor Messung ist seit 1998 anerkannte Regel der Technik, die luftdichte Gebäudehülle ist eine Anforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Nach Energieeinsparverordnung erfolgt die Luftdichtheitsmessung nach Fertigstellung des Gebäudes. Wir empfehlen eine zusätzliche BlowerDoor Messung bereits während der Bauphase zu dem Zeitpunkt, an dem die luftdichte Hülle noch sichtbar ist. Leckagen können so in der Regel mit wenig Aufwand beseitigt werden. Erfolgt die Luftdichtheitsmessung ausschließlich im Nutzungszustand, sind Nachbesserungen wesentlich aufwändiger und dadurch mit höheren Kosten verbunden.


Typische Leckagen

Konstruktionsbedingte Leckagen bzw. Undichtigkeiten treten oft an Anschlüssen und Durchdringungen auf. Hier sollte die Luftdichtheitsschicht insbesondere detailliert geplant werden, um spätere kostenintensive Nachbesserungen zu vermeiden.

Typische Leckagen treten überwiegend in folgenden Bereichen auf:

  • Bei Verbindungen und Stößen von Bauteilen
  • Bei Rohr- und Kabeldurchführungen durch die Luftdichtheitsschicht
  • Bei Anschlüssen zum Boden (z. B. Türen und bodentiefe Fenster)
  • An Stoßstellen verschiedener Baumaterialien (z. B. Massiv-/Leichtbau)
  • Bei Anbauten und Erkern, an Fenster- und Außentürlaibungen
  • Bei Dachflächenfenstern und Gauben sowie Bodenluken


Das a-Wert MessSystem

Bestimmung der Fugendurchlässigkeit an Bauteilen


Mit dem a-Wert MessSystem, das von der BlowerDoor GmbH entwickelt wurde, können Fugendurchlässigkeiten an Bauteilen einfach und exakt bestimmt werden.

Für die Realisation der luftdichten Gebäudehülle ist auch die Dichtheit außen liegender Fenster und Türen ein wichtiges Kriterium. In der DIN 4108-2 (2013) werden daher Anforderungen an die Dichtheit von außen liegenden Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern definiert. Je nach Anzahl der Vollgeschosse des Gebäudes werden Fugendurchlässigkeiten in Form von "Klassen" nach DIN EN 12207-1:2000-06 festgelegt.


Das Messprinzip

Auf das zu untersuchende Fenster wird eine Folie mit Lochblende aufgebracht. Mit dem BlowerDoor MessSystem wird eine Druckdifferenz erzeugt, die sich im Hohlraum zwischen Fenster und Folie fortsetzt. Die Folie wölbt sich langsam nach innen. Sobald der Luftraum gefüllt ist, kann mit der Messung begonnen werden.

Der Volumenstrom, der duch die Fensterfugen eindringt, wird mit Hilfe einer Lochblende mit definierter Öffnung und der Druckdifferenz vor und nach der Blende (ΔpBlende) ermittelt. Um die Durchlässigkeit der Fugen beurteilen zu können, wird die zugehörige Druckdifferenz am Fenster (ΔpBauteil) gemessen. Die Ergebnisse der Messung können anschließend mit den Anforderungen der EnEV und der Klasseneinteilung der DIN EN 12207 verglichen werden.


Löschgashaltezeiten

Ein an Bedeutung zunehmendes Einsatzgebiet für die BlowerDoor Messung ist der Brandschutz. Mit der Software Löschgashaltezeiten, die von der BlowerDoor GmbH entwickelt wurde, können Haltezeiten von Löschgasen einfach und exakt bestimmt werden.

Gemessen werden beispielsweise Serverräume, in denen im Falle eines Brandes Feuer durch spezielle Löschgase erstickt wird. Hochwertige IT-Technik kann somit vor Beschädigungen durch Löschwasser geschützt werden. Voraussetzung für den Brandschutz mit Löschgasen ist die luftdichte Raumhülle.

Grundlagen des Messablaufs sind die BlowerDoor Messung nach DIN EN 13829 sowie die DIN EN 15004-1:2008 "Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen" (siehe dazu auch VDS Richtlinien 2380/2381).


Das Messprinzip

Mit der Minneapolis BlowerDoor führen Sie zunächst eine Leckageortung bei 50 Pa sowie eine Luftdichtheitsmessung nach DIN EN 13829 durch. Erforderlich für die Brandschutzmessung ist ein Luftverbund um den zu messenden Serverraum. Die Messdaten werden automatisch in das Datenblatt eingelesen, die für den Brandschutz erforderlichen Zusatzdaten wie beispielsweise die Art des verwendeten Löschgases oder die Raumhöhe werden manuell ergänzt. Das Programm ermittelt nun die Haltezeit des Löschgases im Brandfall. Sie erhalten ein ausführliches Messprotokoll. Eine detaillierte Kenntnis der DIN EN 15004-1:2008 sowie auch der VDS Richtlinien 2380/2381 ist für die Durchführung der Messung erforderlich.


BlowerDoor Workshops & Zertifizierungen

Unsere Workshops sind für alle geeignet, die im Bereich "Qualitätsmanagement im Ausbaugewerbe" oder bei der Bauleitung aktiv werden wollen. In dem sehr praxisorientierten Seminar erfahren Sie nach einer Einführung in das Thema Luftdichtigkeit, wie Sie mit der Messtechnik umgehen und was Sie beachten müssen, um gute und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Lernen Sie die BlowerDoor Technik aktiv bei der Kundenberatung einzusetzen.

In Kooperation mit unseren Partnern, bieten wir auch BlowerDoor Zertifizierungen nach ISO 20807 oder Sachkundenachweise mit TÜV Prüfung an.


Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihrer Messaufgabe und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot. Alternativ zum Kauf, bieten wir Ihnen auch Mietkauf- oder Leasingoptionen an.


Rufen Sie uns an unter 0 21 62 / 50 12 48 - 0 oder senden eine Email an info@roeder-mst.de